Warum überhaupt mehrere Bücher
Eine einzelne Quote ist eine einzelne Meinung. Sie kann von einem Fehler stammen, von einer besonderen Risikoposition dieses Anbieters oder schlicht von einer höheren Marge. Erst im Vergleich mehrerer Bücher wird sichtbar, was davon der Markt ist und was der Einzelfall.
ValueKick sammelt die Quoten mehrerer Anbieter pro Auswahl und speichert sie mit Zeitstempel. Aus dieser Sammlung entstehen alle drei Zahlen, die die Seite zeigt.
Median statt Durchschnitt
Der Konsens ist der Median: Bei fünf Büchern mit 3,10 / 3,15 / 3,20 / 3,25 / 4,00 ist er 3,20. Der Durchschnitt läge bei 3,34 — verzogen von dem einen Buch, das weit oben steht.
Genau das ist der Grund für den Median. Der Anker soll zeigen, worauf sich die Mehrheit geeinigt hat. Würde ein einzelnes ausreißendes Buch ihn mitziehen, verschöbe der Ausreißer den Maßstab, an dem er selbst gemessen wird.
Was der Konsens nicht ist
Der Median ist kein „richtiger“ Preis. Er ist der mittlere Wert einer Stichprobe von Buchmachern, die alle dasselbe Ziel verfolgen: ein Buch zu führen, das sich rechnet. Wenn sie sich gemeinsam irren, irrt der Median mit.
ValueKick rechnet die Marge deshalb auch nicht heraus, um daraus einen Referenzpreis zu bauen. Das wurde versucht und ist gemessen gescheitert. Was bleibt, ist der Konsens als Bezugspunkt für drei Beobachtungen: Wandert er? Wie weit liegen die Bücher um ihn herum auseinander? Steht eines weit daneben?